Konfigurieren & Administrieren
Der Bereich Konfigurieren & Administrieren bündelt erweiterte Systemeinstellungen, die in der STARFACE-Standardoberfläche über viele Menüs verteilt oder gar nicht erreichbar sind.
Zu finden unter → Konfigurieren & Administrieren.
Log-Level-Verwaltung
Stellen Sie die Protokollierungstiefe für STARFACE-Systemereignisse zentral ein.
Ein höheres Log-Level liefert mehr Details – hilfreich bei der Fehlersuche. Im Normalbetrieb sollte das Level auf einem niedrigen Wert bleiben, um die Performance nicht zu beeinflussen.
Sie suchen die Ursache für sporadisch fehlschlagende Voicemail-Zustellungen. Sie erhöhen das Log-Level kurzzeitig auf DEBUG, reproduzieren den Fehler und finden den Eintrag in SuperLogs™. Danach setzen Sie das Level wieder auf den Standard.
Beta-Funktionen aktivieren
Schalten Sie experimentelle Features frei, die sich noch in der Testphase befinden.
Beta-Funktionen können sich jederzeit ändern oder entfernt werden. Aktivieren Sie diese nur auf Anlagen, die nicht produktionskritisch sind.
Call-Parameter-Konfiguration
Passen Sie technische Parameter für die Rufabwicklung und Signalisierung an – beispielsweise für spezifische Interoperabilitätsprobleme mit SIP-Trunks oder Endgeräten.
Ein SIP-Trunk-Anbieter erfordert eine abweichende Einstellung für den SIP-Timer. Sie passen den Parameter direkt an, ohne auf ein STARFACE-Update warten zu müssen.
E-Mail-Branding und Mailvorlagen
Gestalten Sie die von STARFACE versendeten E-Mails individuell.
Der integrierte CodeMirror-Editor ermöglicht die direkte Bearbeitung der HTML-Mailvorlagen mit Syntaxhervorhebung. Zusätzlich können Sie Bilder (z. B. Logos) hochladen und in den Vorlagen verwenden.
Ihre STARFACE sendet Voicemail-Benachrichtigungen mit dem STARFACE-Standardlogo. Sie laden das Firmenlogo hoch, passen die Vorlage an und ab sofort erscheint Ihr Branding in allen System-E-Mails.
Berechtigungen & Lizenzen
Einsicht in alle Benutzerrechte und installierten Systemlizenzen der STARFACE.
Die Übersicht zeigt: Lizenzschlüssel, Aktivierungsdatum, Lizenztyp und Ausnutzung. Per CSV-Export lässt sich die Lizenzübersicht für Dokumentation und Angebotskalkulation weiterverarbeiten.
Ein Kunde fragt an, ob noch freie App-Premium-Lizenzen vorhanden sind. Sie öffnen die Lizenzübersicht und sehen sofort die aktuelle Belegung – keine STARFACE-Admin-Navigation nötig.
Rufumleitungen
Systemweite Übersicht aller aktiven Rufumleitungen aller Benutzer.
Die Liste zeigt, wer welche Weiterleitung auf welches Ziel konfiguriert hat – übersichtlich gefiltert und sortierbar.
Ein Anruf erreicht niemanden, obwohl die Leitung besetzt sein sollte. Sie öffnen die Rufumleitungsübersicht und sehen auf einen Blick, dass ein Benutzer eine „Immer"-Weiterleitung auf seine Handynummer gesetzt hat.
Root-Zugriff (SSH)
Aktivieren Sie den SSH-Dienst der STARFACE und verwalten Sie SSH-Public Keys direkt aus der Oberfläche.
- SSH-Dienst starten/stoppen – Schalter zum Aktivieren/Deaktivieren
- Public Keys hinterlegen – sichere schlüsselbasierte Authentifizierung ohne Passwort
- Root-Passwort ändern – bei Bedarf
Der SSH-Dienst ist aus Sicherheitsgründen standardmäßig deaktiviert. Aktivieren Sie ihn nur bei Bedarf und deaktivieren Sie ihn danach wieder.
Sie müssen auf einer STARFACE Cloud-Instanz eine Logdatei manuell analysieren. Sie aktivieren den SSH-Dienst, hinterlegen Ihren Public Key und verbinden sich über den integrierten SSH-Tunnel – ohne dass der Port 22 öffentlich erreichbar sein muss. Details zur SSH-Tunnel-Einrichtung: SSH-Zugriff auf Cloud-Anlagen.
IP-Routing-Konfiguration
Statische Routen der STARFACE anzeigen und verwalten – persistent über NetworkManager, auch nach einem Neustart gültig.
Die Routing-Tabelle zeigt alle aktiven Routen je Netzwerkinterface. Routen können hinzugefügt und entfernt werden. DHCP- und Kernel-Routen sind schreibgeschützt.
Eine STARFACE-Anlage soll Geräte in einem anderen Subnetz (z. B. DECT-Basis) direkt erreichen. Sie tragen die statische Route über das richtige Netzwerk-Interface ein – die Route bleibt auch nach einem STARFACE-Neustart erhalten.
Zertifikate
Verwalten Sie TLS-Zertifikate für die STARFACE direkt aus der Oberfläche.
Verfügbare Funktionen:
- Zertifikat importieren – PEM-Format, inkl. Schlüssel
- Let's Encrypt (ACME) aktivieren – automatische Zertifikatserneuerung per ACME-Protokoll
- CSR generieren – Certificate Signing Request für eine eigene CA oder einen kommerziellen Anbieter
- Schlüsselpaar erzeugen – neues RSA-Schlüsselpaar erstellen
- Zertifikat wechseln – das aktive Zertifikat tauschen
- Zertifikat löschen – nicht mehr benötigte Zertifikate entfernen
Das aktuelle STARFACE-Zertifikat läuft in 30 Tagen ab. Sie aktivieren Let's Encrypt mit einem Klick – danach erneuert die STARFACE ihr Zertifikat automatisch. Kein manueller Eingriff mehr nötig.
Non-GC Gap (Performance-Optimierung)
Aktiviert eine spezielle JVM-Optimierung zur Steuerung von Garbage-Collection-Pausen. Diese Einstellung ist für erfahrene Administratoren gedacht, die bei konkreten Performance-Problemen gezielt eingreifen möchten.