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Benutzervorlagen

Ein Set aus Einstellungen, das Sie einmal beschreiben und beliebig oft anwenden.

Eine Benutzervorlage ist kein Benutzer und kein Profil, sondern eine Liste von Änderungswünschen. Sie beschreibt, was an einem Zielbenutzer anders sein soll – und lässt alles andere in Ruhe. Genau deshalb lassen sich mehrere Vorlagen kombinieren: eine für Rechte, eine für Funktionstasten, eine für die Feierabend-Abmeldung.

Zu finden unter Benutzervorlagen.


Das Grundprinzip: „nicht verändern"

Jede Auswahlliste und jeder Schalter einer Vorlage kennt den Wert – und der ist überall die Voreinstellung. Was Sie nicht anfassen, bleibt beim Zielbenutzer unangetastet.

Das klingt banal, ist aber der Unterschied zwischen einer Vorlage, die man gefahrlos auf die ganze Anlage anwenden kann, und einer, die halbe Konfigurationen überschreibt.

Drei Zustände statt zwei

Die Schalter im Reiter Allgemein und in den Weiterleitungen sind Drei-Zustands-Schalter: · · . „Nicht verändern" ist damit ein eigener, ausdrücklicher Wert – nicht einfach „aus".


Eine Vorlage anlegen und ordnen

Mit entsteht eine neue, leere Vorlage. Klicken Sie auf den Namen oder auf das Stift-Symbol, um sie umzubenennen.

Namen, die später noch etwas sagen

Benennen Sie eine Vorlage danach, was sie verändert – nicht danach, für wen sie gedacht ist. Standard-Benutzerrechte, Funktionstasten Vertrieb, Weiterleitungen auf Zentrale aktivieren sind Namen, die auch in einem Jahr noch tragen.

Mit legen Sie Ordner an und ziehen Vorlagen hinein.

Vorlagengruppen sind rein visuell

Gruppen unterteilen die Liste optisch. Sie haben keinen Einfluss darauf, ob, wann oder in welcher Reihenfolge eine Vorlage angewendet wird. Löschen Sie eine Gruppe, bleiben ihre Vorlagen erhalten – sie rutschen zurück in den ungruppierten Block darüber.

Die Vorlagen-ID

Das Info-Symbol in der Kopfzeile einer Vorlage zeigt die TemplateId und bietet an. Diese Kennung brauchen Sie, wenn eine Vorlage ereignisgesteuert angewendet werden soll – siehe Ausführungen.


Reiter „Allgemein"

Hier stehen die Grundeinstellungen des Benutzerkontos. Links Auswahllisten, rechts Schalter.

Auswahllisten

FeldWerteAnmerkung
SpracheVoreinstellung, deutsch, englisch, französischSprache der Weboberfläche und der App
Angezeigte RufnummerRufnummer unterdrücken, Primäre Externe Rufnummerwird still übersprungen, wenn der Benutzer keine externe Rufnummer besitzt
Absender-Name (Fax)Vorname Nachname, Nachname Vorname, Benutzerdefiniertschreibt den Fax-Header
Absender-Nummer (Fax)Primäre Externe Rufnummer, Benutzerdefiniertschreibt die Fax-CallerId; erlaubt sind Ziffern, + und Leerzeichen
Passwort4 x Login ID, 4 x Interne Rufnummer, 12345678, Zufallspasswort, Benutzerdefiniertsiehe Warnung unten
Chat Status NachrichtLöschen, Benutzerdefiniertsetzt oder leert die Statusmeldung im Chat

Jede dieser Listen beginnt mit nicht verändern; einige bieten zusätzlich Benutzerdefiniert und blenden dann ein Eingabefeld ein.

Zufallspasswort: Der Benutzer erfährt es nicht von allein

Zufallspasswort erzeugt für jeden Zielbenutzer ein eigenes, zufälliges Kennwort. Es wird keine E-Mail an den Benutzer versendet. Planen Sie die Übergabe des Kennworts ein, bevor Sie eine Vorlage mit dieser Einstellung auf produktive Konten anwenden.

Schalter

  • E-mail bei verpassten Anrufen
  • Anklopfen
  • Ruhe/DND
  • Sendebericht (Fax)
  • Sendebestätigung per E-Mail (Fax)
  • Avatar/Benutzerbild – hier gibt es nur zwei Stellungen: nicht verändern und zurücksetzen

Reiter „Berechtigungen"

Der Reiter vergibt und entzieht STARFACE-Rechte im Block. Jedes Recht kennt drei Zustände: · · .

Zwei Ansichten zeigen dieselbe Information unterschiedlich dicht:

  • Kurzansicht – alle Rechte als Symbolraster, gruppiert in Einstellungen, Funktionstasten, Administration, Premium und Nicht in Verwendung. Ein auf Deaktivieren gesetztes Recht bekommt einen roten Diagonalstrich.
  • Listenansicht – eine Tabelle Berechtigung | Status mit eingerückten Unterrechten und einem Info-Symbol je Recht, das dessen Bedeutung erklärt.

Rechte hängen zusammen

Die Vorlage berücksichtigt die Abhängigkeiten der STARFACE-Rechte automatisch:

Sie setzen …… dann passiert zusätzlich
Aktivierenalle übergeordneten Rechte werden ebenfalls auf Aktivieren gesetzt
Deaktivierenalle untergeordneten Rechte werden ebenfalls auf Deaktivieren gesetzt
Beibehaltenbereits aktivierte Unterrechte werden auf Beibehalten zurückgesetzt

Das verhindert die häufigste Fehlkonfiguration: ein Unterrecht vergeben, dessen Elternrecht fehlt – in der STARFACE wirkungslos.

Die Schaltflächen der Werkzeugleiste

SchaltflächeWirkung
setzt jedes Recht auf Aktivieren
setzt die gesamte Liste zurück auf Beibehalten – der sichere Ausgangszustand
setzt jedes Recht auf Deaktivieren
wendet eines der Profile Benutzer, Admin oder Light an
„Standards" setzt auch alles andere auf „Deaktivieren"

Die Profile unter aktivieren die Rechte des Profils und deaktivieren jedes übrige Recht. Eine so erzeugte Vorlage, versehentlich auf die ganze Anlage angewendet, entzieht allen Benutzern das Administrationsrecht – auch Ihnen selbst.

Prüfen Sie nach dem Klick auf ein Profil die Liste durch und setzen Sie alles, was die Vorlage nicht regeln soll, wieder auf Beibehalten. Wenden Sie solche Vorlagen zuerst auf ein einzelnes Testkonto an.


Reiter „Geräte"

Der Reiter kennt genau eine Einstellung: die Checkbox .

Beim Anwenden wird der Zielbenutzer von jedem zugeordneten Telefon abgemeldet; die STARFACE App und der UCC-Client bleiben angemeldet. Fehlt dem Benutzer dafür das Recht Telefon-Login, wird es für die Dauer der Aktion erteilt und danach wieder entzogen – der Benutzer behält es also nicht.

Anwendungsbeispiel

In einem Schichtbetrieb teilen sich mehrere Mitarbeiter dieselben Apparate. Eine Ausführung um 22:00 Uhr wendet eine Vorlage mit dieser einen Checkbox an – am nächsten Morgen findet jede Schicht freie Telefone vor.


Reiter „Weiterleitungen"

Zwei gleich aufgebaute Blöcke – Weiterleitungen für externe Rufnummern und Weiterleitungen für interne Rufnummern – mit je drei Zeilen:

WeiterleitungsartBedeutung
Immerleitet jeden Anruf sofort um
Besetztgreift, wenn der Benutzer bereits telefoniert
Zeitüberschreitunggreift nach der eingestellten Zeit ohne Annahme

Je Zeile stellen Sie Aktiv (Drei-Zustands-Schalter), Timeout (nur bei Zeitüberschreitung) und Weiterleitungsziel ein.

Weiterleitungsziel

Zur Wahl stehen nicht verändern, Erste Benutzermailbox und Benutzerdefinierte Nummer. Im Feld für die benutzerdefinierte Nummer sind neben Ziffern vier Platzhalter erlaubt, die beim Anwenden je Zielbenutzer ersetzt werden:

PlatzhalterWird ersetzt durch
{int}primäre interne Rufnummer des Zielbenutzers
{ext}primäre externe Rufnummer des Zielbenutzers
{login}Login-ID des Zielbenutzers
{ifmc1}, {ifmc2}externe Rufnummer des ersten, zweiten … iFMC-Eintrags

Existiert der angesprochene iFMC-Eintrag nicht, wird der Platzhalter durch nichts ersetzt.

Die Vorlage ändert Weiterleitungen, sie legt keine an

Eine Vorlage bearbeitet ausschließlich bereits vorhandene Weiterleitungseinträge des Zielbenutzers. Hat eine Rufnummer noch gar keinen Eintrag, passiert nichts – und zwar kommentarlos. Legen Sie den Eintrag in der STARFACE-Administration einmal an; danach kann die Vorlage ihn steuern.

Ebenfalls unangetastet bleiben Gruppenweiterleitungen.

Timeout 0 heißt „nicht verändern"

In der Timeout-Auswahl steht der Wert 0 für nicht verändern – nicht für null Sekunden.


Reiter „Gruppen"

Der Reiter meldet die Zielbenutzer an einer Gruppe an oder von ihr ab.

FeldBedeutung
Gruppenauswahlgenau eine STARFACE-Gruppe
/ die gewünschte Richtung
AusnahmeKeine Ausnahme, Erster Benutzer der Gruppe, Letzter Benutzer der Gruppe, Ausgewählte Benutzer

Die Ausnahme ist der Grund, warum sich eine Feierabend-Abmeldung damit sauber bauen lässt: Ein Bereitschaftsplatz bleibt angemeldet, alle anderen gehen raus.

Wirkt nur auf Mitglieder

An- und Abmeldung greifen nur bei Benutzern, die Mitglied der gewählten Gruppe sind. Die Vorlage fügt niemanden zu einer Gruppe hinzu – dafür ziehen Sie den Benutzer in der Karte Gruppen auf die Gruppe.


Reiter „Funktionstasten"

Der umfangreichste Reiter hat eine eigene Seite: Funktionstasteneditor.


Überschreiben oder ergänzen – die Übersicht

EinstellungVerhalten beim Anwenden
Alles auf nicht verändern / Beibehaltenändert nichts
Recht auf Aktivieren oder Deaktivierenüberschreibt den Ist-Zustand dieses Rechts
Benutzer / Admin / Lightüberschreibt alle Rechte
Funktionstasten ohne Ersetzen-Optionergänzt nur freie Positionen
überschreibt nur die in der Vorlage belegten Positionen
ersetzt das komplette Tastenlayout
Favoriten (Stern)ergänzend – mit ersetzend
Weiterleitungenändert vorhandene Einträge, legt keine neuen an
Gruppen-An/Abmeldungüberschreibt den Zustand für genau eine Gruppe

Kurz zusammengefasst

  • Eine Vorlage verändert nur, was Sie ausdrücklich gesetzt haben – nicht verändern ist überall die Voreinstellung.
  • Trennen Sie Vorlagen nach Zweck; mehrere kleine Vorlagen sind sicherer als eine große.
  • im Reiter Berechtigungen ist die schärfste Aktion des ganzen Tabs – danach immer nachkontrollieren.
  • Weiterleitungen werden geändert, nicht angelegt.
  • Testen Sie jede neue Vorlage einmal an einem einzelnen Konto, bevor Sie sie auf eine Gruppe ziehen.

Nächster Schritt: Funktionstasteneditor · Ausführungen