Architektur & Zukunft
DirectoryHub ist eine Neuentwicklung — und bei einer Neuentwicklung zählt, wie sie gebaut ist. Diese Seite erklärt die wichtigsten Architektur-Entscheidungen in Anwendersprache. Sie müssen davon nichts konfigurieren; aber sie begründen, warum Sie DirectoryHub heute vertrauen und morgen mehr davon erwarten können.
Wahrheit und Geschwindigkeit sind getrennt
Der Kontaktbestand lebt in einem eigenen, dafür entworfenen Speicher — mit Herkunftsverfolgung für jedes Feld. Die Suche dagegen läuft über einen eigenständigen Suchindex, der aus dem Bestand abgeleitet wird. Diese Trennung hat einen praktischen Grund: Der Index ist ein Cache. Er kann jederzeit verlustfrei neu aufgebaut werden, ohne den Bestand anzufassen — und der Bestand kann wachsen, ohne die Suche zu bremsen. Ein Import ins flache STARFACE-Adressbuch könnte beides nicht leisten; genau deshalb geht DirectoryHub diesen Weg nicht.
Jede Quelle ist ein eigenständiger Baustein
Jeder Quelltyp ist ein in sich geschlossener Anschluss an das immer gleiche Import-Verfahren: lesen, zuordnen, normalisieren, zusammenführen. Was nach Innenarchitektur klingt, hat eine direkte Folge für Sie: Neue Quelltypen lassen sich ergänzen, ohne dass sich am Verzeichnis, an der Suche oder an Ihrer Konfiguration etwas ändert. Die ersten zehn Quelltypen sind so entstanden — und weitere werden folgen.
LDAP ist der erste Ausgabekanal — nicht der letzte
Zwischen Bestand und Außenwelt liegt eine bewusst schlanke Vermittlungsschicht: Sie beantwortet die Fragen „Wer darf was sehen?" und „Wie sieht der Baum aus?" — unabhängig davon, wer fragt. Der eingebettete LDAP-Server ist der erste Kanal, der diese Schicht nutzt, weil ihn Telefone und die STARFACE von Haus aus sprechen. Weitere Ausgabekanäle (etwa REST-Schnittstellen oder vCard-Feeds) sind architektonisch vorgesehen und können ergänzt werden, ohne das Fundament zu verändern.
Sicherheit als Grundeinstellung
Einige Entscheidungen bemerken Sie nur daran, dass nichts passiert: Der LDAP-Server ist nach der Installation deaktiviert, bis Sie ihn bewusst einschalten. Ohne Firewall-Freigabe antwortet er nur lokal auf der Anlage. Schreibversuche von Clients werden grundsätzlich abgewiesen. Zugangsdaten zu Quellsystemen werden verschlüsselt gespeichert und nach dem Speichern nicht wieder angezeigt. Und die TLS-Verschlüsselung bedient sich direkt am vorhandenen STARFACE-Zertifikat — ein separates Zertifikatsmanagement entfällt.
Was kommt
DirectoryHub startet bewusst fokussiert — mit einer Basis, die auf Ausbau angelegt ist. Konkret vorgesehen sind:
- Weitere Import-Quellen — der Baukasten ist darauf ausgelegt, neue Systeme mit geringem Aufwand anzuschließen. Wenn Ihnen eine Quelle fehlt: Sagen Sie es uns.
- Delta-Import („nur Änderungen") für sehr große Bestände — heute liest jeder Lauf die Quelle vollständig und gleicht sicher ab; der Delta-Modus wird das bei großen Verzeichnissen weiter beschleunigen.
- Zusätzliche Ausgabekanäle über die beschriebene Vermittlungsschicht.
Was hier als „vorgesehen" steht, ist Roadmap — kein verfügbares Feature. Den jeweils aktuellen Funktionsumfang dokumentieren die Release Notes.
Weiter geht es praktisch: Installation & Ersteinrichtung.