Zugriffsprofile
Im Tab regeln Sie, wer im Verzeichnis was sieht. Das Modell ist bewusst zweistufig: Profile beschreiben Rechte, Identitäten (Benutzer, Gruppen, Konten) erhalten Profile. So bleibt die Rechtevergabe auch bei vielen Benutzern übersichtlich.
Zugriffsprofile stehen ab der Professional Edition zur Verfügung. In der Small Business Edition erhalten die automatisch angelegten Benutzerkonten pauschal Zugriff auf die eine Importquelle — eine Rechte-Differenzierung ist dort nicht vorgesehen. Details im Editionsvergleich.
Zugriffsprofile
Ein Zugriffsprofil ist ein benanntes Bündel von Leserechten pro Teilbaum, Attributgruppe und Quelle. Damit lassen sich Sichten präzise zuschneiden: ein Profil „Vertrieb" mit Zugriff auf den CRM-Teilbaum, ein Profil „Telefonzentrale" nur mit Namens- und Rufnummernfeldern, ein Vollzugriffs-Profil für die Administration. Mitgelieferte Preset-Profile (z. B. Voller Lesezugriff) sind schreibgeschützt, lassen sich aber duplizieren und anpassen.
Die Herkunftsverfolgung zahlt sich hier aus: Weil jedes Feld seine Quelle kennt, kann ein Profil gezielt „Kontakte aus Quelle X" freigeben — unabhängig davon, wo sie im Baum eingehängt sind.
Identitäten: Wer meldet sich an?
DirectoryHub authentifiziert Verzeichnis-Zugriffe gegen drei Backends:
| Backend | Verwendung |
|---|---|
| STARFACE | Anlagenbenutzer melden sich mit ihrem gewohnten PBX-Passwort an. Für jeden Anlagenbenutzer wird automatisch ein Konto angelegt; Sie weisen nur noch die Profile zu — diese bestimmen, welche Kontakte der Benutzer im Adressbuch sieht. |
| Active Directory | Anmeldung gegen Ihr AD — praktisch, wenn Endgeräte oder Anwendungen mit Domänen-Konten zugreifen sollen. |
| Lokal | Lokale Konten sind eigene Directory-Konten (Service-Accounts), unabhängig von STARFACE und AD — die direkte Ablösung für Service-Konten eines bisherigen estos MetaDirectory. |
Über Gruppen weisen Sie Zugriffsprofile im Paket zu: Ein Benutzer erhält die Vereinigung aller Profile seiner Gruppen — neue Mitarbeiter bekommen ihre Verzeichnisrechte damit automatisch über die Gruppenmitgliedschaft.
Zugriff ohne Anmeldung
Nicht jedes Endgerät kann sich anmelden. Dafür gibt es zwei Werkzeuge am Verzeichnisbaum:
- Öffentlicher / anonymer Zugriff je Knoten: Jeder darf die eingehängten Quellen dieses Knotens lesen — auch ohne Anmeldung. Ideal für ein internes Telefonbuch auf allen Tischtelefonen.
- IP-Regeln je Knoten: begrenzen den Zugriff zusätzlich auf bestimmte Netze (CIDR) — auch für den anonymen Zugriff.
Anmeldung steuert das Wer, Profile das Was, IP-Regeln das Von wo. Beginnen Sie mit einem öffentlichen Telefonbuch-Knoten plus dem Preset Voller Lesezugriff für Administratoren — und verfeinern Sie erst, wenn tatsächlich unterschiedliche Sichten gebraucht werden.

Kurz zusammengefasst
| Frage | Antwort im Bereich |
|---|---|
| Was darf eine Rolle sehen? | Zugriffsprofile (Teilbaum × Attributgruppe × Quelle) |
| Wer bekommt welche Rolle? | Gruppen und Konten (STARFACE / Active Directory / Lokal) |
| Was sehen Endgeräte ohne Anmeldung? | Öffentlicher / anonymer Zugriff + IP-Regeln am Baumknoten |
Weiter: Datenbank — wo der Bestand liegt.