Zum Hauptinhalt springen

Live-Auflösung oder Verzeichnis?

Reverse Lookup PRO, DirectoryHub — oder beides

Beide Module sorgen dafür, dass am Endgerät ein Name statt einer Nummer steht, und beide binden dieselben Systeme an — Odoo, SQL-Datenbanken, Active Directory, CRM-Systeme. Sie tun es aber auf grundlegend verschiedene Weise:

Reverse Lookup PRO fragt die Quelle im Moment des Klingelns ab. Es hält keine Kopie Ihrer Kontakte vor, sondern löst jede Rufnummer einzeln und tagesaktuell auf.

DirectoryHub führt Ihre Kontaktbestände vorab zusammen — zugeordnet, auf E.164 normalisiert und dedupliziert — und stellt sie über einen eingebetteten LDAP-Server als durchsuchbares Verzeichnis bereit.

Kurz gesagt

Reverse Lookup PRO beantwortet die Frage „Wer ruft mich gerade an?". DirectoryHub beantwortet die Frage „Wie erreiche ich Herrn Müller?". Das sind zwei verschiedene Fragen — deshalb schließen sich die Module nicht aus, sondern ergänzen sich.

Auf einen Blick

Reverse Lookup PRO

  • Immer quellaktuell — es gibt keine Kopie, die veralten könnte
  • Löst eingehende, ausgehende und interne Rufnummern auf
  • Zusätzliche Quellen, die kein Verzeichnis liefern kann: Online-Telefonbücher und tellows-Score zur Spam-Abwehr
  • Serverlizenz — unabhängig von der Benutzerzahl
  • Aktualisiert namenlose Ruflisteneinträge auch nachträglich
  • Nachteil: Zeitfenster von ca. 700 ms pro Anruf. Ist die Quelle langsam oder nicht erreichbar, läuft der Anruf ohne Namen weiter
  • Nachteil: keine Vorwärtssuche — Sie können damit nicht im Adressbuch nach einem Namen suchen

DirectoryHub

  • Suche am Endgerät — Namenssuche am Tischtelefon, an DECT-Geräten und im Client
  • Mehrere Quellen werden zusammengeführt, normalisiert und dedupliziert
  • Kontaktbilder werden mit übernommen
  • Verfügbar auch wenn die Quelle gerade nicht erreichbar ist — der letzte Bestand bleibt bestehen
  • Versorgt auch externe Endgeräte und Fremdsysteme per LDAP (ab Professional)
  • Nachteil: Der Bestand ist so aktuell wie der letzte Importlauf (Standardintervall 1 Stunde, Minimum 60 Sekunden)
  • Nachteil: Kontaktdaten liegen als Kopie auf der Anlage

Die Entscheidungsmatrix

Reverse Lookup PRODirectoryHub
Was Sie damit erreichen
Name beim eingehenden Anruf im DisplayJaJa
über das bereitgestellte Adressbuch
Nach einem Namen suchen (Telefon, DECT, Client)NeinJa
Ausgehende und interne Durchwahlen auflösenJa
Ruflisten nachträglich mit Namen ergänzenJa
Aktualität & Verfügbarkeit
Daten immer quellaktuellJa
Abfrage im Anrufmoment
Nein
Stand des letzten Importlaufs
Funktioniert bei nicht erreichbarer QuelleNein1Ja
Zeitbudget je Anrufca. 700 msentfällt — lokale Abfrage
Quellen & Daten
Odoo, SQL-Datenbanken, CRM-SystemeJaJa
Online-Telefonbücher, tellows-Score (Spam-Abwehr)JaNein
Mehrere Quellen zusammenführen und deduplizierenNein2Ja
KontaktbilderNeinJa
Kontaktkopie auf der Anlagenur optionaler Cacheja — das Verzeichnis
Betrieb & Lizenzierung
Externe Endgeräte und Fremdsysteme per LDAP versorgenNeinJa
ab Professional
LizenzierungServerlizenz, unabhängig von der Benutzerzahlje nach Edition: Anlage bzw. Benutzerpakete

Wann reicht Reverse Lookup PRO allein?

  • Sie haben genau ein führendes System

    Alle relevanten Kontakte stehen in Odoo, im CRM oder in einer Datenbank — es gibt nichts zusammenzuführen.

  • Es geht Ihnen um eingehende Anrufe

    Ihre Mitarbeiter sollen sehen, wer anruft. Gewählt wird ohnehin aus dem CRM heraus per Click-to-Call, nicht über das Telefonbuch des Tischtelefons.

  • Die Daten dürfen die Quelle nicht verlassen

    Es entsteht keine dauerhafte Kopie Ihrer Kontakte auf der Telefonanlage.

  • Sie wollen unbekannte Anrufer einordnen

    Online-Telefonbücher und tellows-Score liefern Namen und Spam-Bewertung auch für Nummern, die in keinem Ihrer Systeme stehen.

Wann brauchen Sie DirectoryHub?

  • Am Telefon soll gesucht werden können

    Namenssuche am Tischtelefon und an DECT-Handgeräten — der häufigste Grund. Eine Live-Auflösung kann das prinzipbedingt nicht leisten.

  • Ihre Kontakte liegen in mehreren Systemen

    Odoo, Microsoft 365, eine gewachsene Excel-Liste und das alte CRM — zusammengeführt, normalisiert und ohne Dubletten.

  • Auch andere Geräte und Systeme brauchen die Kontakte

    Ein LDAP-Verzeichnis versorgt nicht nur die STARFACE, sondern auch Fremdsysteme und Endgeräte außerhalb der Anlage.

  • Die Quelle ist langsam oder nicht immer erreichbar

    Ein Verzeichnis liefert auch dann noch Namen, wenn das Quellsystem gerade in der Wartung ist.

  • Sie lösen ein bestehendes Meta-Verzeichnis ab

    DirectoryHub tritt an die Stelle klassischer Meta-Directory-Produkte.

Empfehlung: in Kombination

Die beiden Module sind nicht als Alternativen gebaut. Setzen Sie beide ein, fragt Reverse Lookup PRO das DirectoryHub-Verzeichnis mit höchster Priorität ab und greift erst danach auf die übrigen Quellen zu.

Das Ergebnis ist die beste Kombination aus beidem: Namen kommen blitzschnell aus dem lokalen Verzeichnis, Nummern, die dort nicht stehen, werden live gegen Ihr führendes System und gegen Online-Telefonbücher aufgelöst — und gesucht werden kann trotzdem an jedem Endgerät.

Häufige Fragen

Brauche ich beide Module oder reicht eines?

Für reine Anruferkennung aus einem einzigen System reicht Reverse Lookup PRO. Sobald am Telefon gesucht werden soll oder mehrere Kontaktquellen zusammenkommen, brauchen Sie DirectoryHub. In größeren Installationen ist die Kombination die Regel, nicht die Ausnahme.

Verlangsamt die Live-Auflösung meine Anrufe?

Nein. Die STARFACE gibt ein Zeitfenster von rund 700 ms vor. Was in dieser Zeit nicht beantwortet ist, wird abgebrochen — der Anruf läuft dann ohne Namensauflösung weiter. Ein hängendes Quellsystem kann den Rufaufbau also nicht blockieren. Timeouts lassen sich zusätzlich je Suchanbieter einstellen, und ein Cache je Anbieter reduziert wiederholte Abfragen.

Wie aktuell ist das Verzeichnis von DirectoryHub?

Das Importintervall wird je Quelle eingestellt; der Standard liegt bei einer Stunde, das Minimum bei 60 Sekunden. Importiert wird derzeit immer der vollständige Bestand; ein Delta-Abgleich ist für eine kommende Version vorgesehen. Läufe überlappen nie, und eine langsame Quelle bremst die übrigen nicht.

Was passiert, wenn beide dieselbe Nummer kennen?

Das Verzeichnis gewinnt. Die Prioritätsreihenfolge von Reverse Lookup PRO ist: STARFACE-Adressbuch beziehungsweise LDAP-Verzeichnis, dann der eigene Cache, dann alle übrigen Suchanbieter parallel.

Welche Edition von DirectoryHub brauche ich?

Die Small Business Edition bindet genau eine Quelle an und stellt das Verzeichnis nur lokal an der Anlage bereit; sie ist auf 20 Benutzerlizenzen begrenzt. Professional erlaubt beliebig viele Quellen, externe LDAP-Konsumenten und Zugriffsprofile. Enterprise ergänzt Exportziele, externe Datenhaltung, Volltextindex und phonetische Suche. Details in der DirectoryHub-Dokumentation.

Weiterführende Dokumentation