Dokumentation
Produktbeschreibung
Monitoring für STARFACE ist ein Erweiterungsmodul, das Zustands- und Leistungsdaten einer STARFACE-Telefonanlage für externe Monitoring-Systeme bereitstellt. Das Modul bietet hierfür drei standardisierte, ausschließlich lesende Schnittstellen: einen TCP-Endpunkt, der Daten im CheckMk-Local-Agent-Format sowie als XML- oder JSON-Snapshot ausgibt, einen SNMPv1/v2c-Agenten mit eigener MIB (inklusive SNMPv2c-Traps für kritische Ereignisse) sowie einen XML-RPC-Endpunkt (GetMonitoringData), der kompatibel zur etablierten XML-Monitoring-Schnittstelle ist und von Systemen wie PRTG, Zabbix, Riverbird oder servereye ohne Anpassung verwendet werden kann. Der Zugriff auf die Endpunkte wird durch die STARFACE-Firewall abgesichert, die das Modul automatisch und ausschließlich für die konfigurierten Monitoring-Hosts öffnet. Zusätzlich visualisiert das Modul Sensordaten in Live-Dashboards innerhalb der Moduloberfläche sowie auf login-freien, per Token abgesicherten Wallboards.Zweckbestimmung: Das Produkt ist zur Verwendung durch einen Administrator einer STARFACE-Umgebung konzipiert, um den Betriebszustand der Telefonanlage (z.B. CPU, Arbeitsspeicher, Festplatten, Prozesse, SIP-Leitungen, Telefone, Backups, Lizenzen) durch externe Monitoring-Systeme überwachen zu lassen. Das Modul liest hierzu System- und Anlagendaten aus und stellt sie über Standard-Monitoring-Protokolle lesend zur Verfügung. Es nimmt keine Steuerung der Telefonanlage vor; schreibende Zugriffe über die Monitoring-Schnittstellen sind nicht möglich. Firewall-Freigaben werden ausschließlich für die vom Administrator konfigurierten Monitoring-Hosts vorgenommen.
Produkt-, Hersteller- und Sicherheitsinformationen, Kompatibilitätsangaben sowie Konformitätserklärungen finden Sie in den Release Notes der jeweiligen Modulversion.
Die drei Monitoring-Schnittstellen
Monitoring macht die STARFACE über drei Standards überwachbar — parallel und unabhängig voneinander aktivierbar:
| Schnittstelle | Transport | Inhalt |
|---|---|---|
| TCP-Endpunkt | TCP, Default-Port 6556 (konfigurierbar) | Multi-Format-Server: CheckMk-Local-Agent-Format (inkl. der STARFACE-Sektionen <<<starface*>>>), strukturiertes XML oder JSON — Format wählbar per HTTP-Pfad (/checkmk, /xml, /json) oder ?format=-Query. |
| SNMP | UDP, Default-Port 161 (konfigurierbar) | Read-only SNMPv1/v2c-Agent (GetRequest, GetNext, GetBulk) mit eigener MIB (FP-STARFACE-MIB) sowie SNMPv2c-Traps für kritische Ereignisse. |
| XML-Monitoring | XML-RPC über den STARFACE-Webserver (HTTPS, 443/TCP) | GetMonitoringData — kompatibel zur XML-Monitoring-Schnittstelle. Bestehende PRTG-, Zabbix-, Riverbird- und servereye-Templates funktionieren ohne Anpassung. |
Alle drei Schnittstellen liefern ausschließlich lesende Daten aus einem gemeinsamen, zwischengespeicherten Anlagen-Snapshot. Schreibende Zugriffe sind über keine der Schnittstellen möglich.
Technische Eigenschaften
Voraussetzungen
STARFACE
- Eine mit der Modulversion kompatible STARFACE-Version.
- Ja Appliance
- Ja Cloud
- Ja VM
- Eine anlagenweite Modullizenz. Es werden keine Benutzerlizenzen belegt.
Netzwerk
-
Eingehender Datenverkehr (Monitoring-Server ⮕ STARFACE):
- CheckMk/XML/JSONTCP-Endpunkt auf dem konfigurierten Port (Default 6556/TCP)
- SNMPSNMP-Agent auf dem konfigurierten Port (Default 161/UDP)
- XML-MonitoringSTARFACE-Webserver (HTTPS, 443/TCP) für XML-RPC-Aufrufe
Die STARFACE-Firewall wird vom Modul automatisch und ausschließlich für die konfigurierten Monitoring-Hosts geöffnet. Ohne mindestens einen Eintrag bleiben TCP-Endpunkt und SNMP-Agent von außen unerreichbar.
-
Ausgehender Datenverkehr (STARFACE ⮕ Internet/LAN):
- optionalupdates.sf-app.de (HTTPS, 443/TCP)
für automatische Modulupdates - optionallicense.sf-app.de (HTTPS, 443/TCP)
für automatische Abfrage der Modullizenz - optionalSNMP-Trap-Empfänger (UDP)
für proaktive SNMPv2c-Traps
Die als optional gekennzeichneten Hosts/Dienste dienen einer komfortableren Einrichtung und Diensteüberwachung (und sind ausdrücklich empfohlen). Sie sind für den eigentlichen Anwendungszweck jedoch nicht zwingend erforderlich.
Systemumgebung
- Moderner Webbrowser: Chrome 111 (oder neuer), Safari 16.4 (oder neuer), Firefox 128 (oder neuer)
Editionen
Monitoring ist in zwei Editionen erhältlich:
| Funktion | Monitoring | Monitoring Pro |
|---|---|---|
| TCP-Endpunkt (CheckMk / XML / JSON) | Ja | Ja |
XML-Monitoring (GetMonitoringData) | Ja | Ja |
| SNMP-Agent inkl. Traps und MIB | Nein | Ja |
| Live-Dashboards & Wallboards | Nein | Ja |
Ohne gültigen Lizenzschlüssel bleiben sämtliche externen Endpunkte deaktiviert. Die Moduloberfläche — einschließlich der Live-Vorschau — bleibt nutzbar, sodass die Konfiguration bereits vor der Lizenzierung getestet werden kann. NFR-Installationen erhalten automatisch den vollen Funktionsumfang.
Einschränkungen
- Monitoring unterstützt genau eine (1) anlagenweite Modulkonfiguration.
- Monitoring-Hosts werden als IPv4-Adressen oder CIDR-Blöcke angegeben; IPv6 wird nicht unterstützt.
- Der SNMP-Agent unterstützt SNMPv1/v2c (read-only). SNMPv3 (USM/Verschlüsselung) und Set-Requests werden nicht unterstützt.
- Der TCP-Endpunkt ist nicht passwortgeschützt — der Zugriffsschutz erfolgt über die STARFACE-Firewall und die Monitoring-Hosts-Liste.
Weiterführende Dokumentation
Installation
Konfiguration
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Monitoring-Systeme
Von CheckMk bis Gatus — die Anbindung in wenigen Minuten.