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Dokumentation

Präsenzstatus-Synchronisation zwischen Microsoft und STARFACE

Presence Sync (ehemals Teams Presence Sync) synchronisiert Präsenzinformationen aus Microsoft-Anwendungen (u. a. Microsoft Teams) mit der STARFACE und setzt – abhängig von konfigurierbaren Regeln – den DND-/Ruhe-Status sowie den Chat-Status von STARFACE-Benutzern.

Zwingende Voraussetzung: identische E-Mail-Adresse

Microsoft- und STARFACE-Benutzer werden über die primäre E-Mail-Adresse zugeordnet. Ohne identische E-Mail-Adresse ist kein zuverlässiger Abgleich möglich.

Technische Rahmenbedingung (STARFACE)

Programmgesteuert kann in der STARFACE im Kern nur der DND-/Ruhe-Status aktiviert/deaktiviert werden. Andere „echte“ Präsenzzustände der STARFACE (z. B. „telefoniert“) sind nicht frei setzbar.

Funktionsprinzip

  1. Presence Sync ermittelt den Microsoft-Präsenzstatus der konfigurierten Benutzer.
  2. Der STARFACE-DND wird anhand der konfigurierten Microsoft-Status aktiviert, deaktiviert oder unverändert gelassen.
  3. Der STARFACE-Chat-Status wird abhängig vom Microsoft-Präsenzstatus gesetzt (siehe Tabelle unten).

Abbildung Microsoft-Status → STARFACE-Chat-Status (Standard)

Microsoft (Teams) PräsenzstatusSTARFACE Chat-Status
VerfügbarVerfügbar
BeschäftigtBitte nicht stören
Nicht störenBitte nicht stören
Bin gleich zurückAbwesend
Als abwesend anzeigenAbwesend
Als offline anzeigenAbwesend
Mischbetrieb

Der parallele Betrieb von Presence Sync und der STARFACE MS Teams Integration ist möglich. Dadurch können ausgewählte Benutzer entweder nur Präsenzabgleich oder eine Vollintegration erhalten.

Vorbereitung

  1. E-Mail-Zuordnung sicherstellen

    Prüfen Sie vorab, dass für alle zu synchronisierenden Benutzer in Microsoft und in der STARFACE dieselbe primäre E-Mail-Adresse hinterlegt ist.

  2. Modul-Installation & Instanz anlegen
  3. Microsoft-Anmeldung (Benutzer oder App)
  4. Statusregeln und Zielmenge festlegen
  5. Aktivieren und überwachen

Konfiguration

Die konkreten UI-Bezeichnungen können je nach Modulversion variieren. Die folgenden Parameter sind fachlich relevant.

Konfigurationsparameter im Überblick

ParameterBedeutungTyp
BetriebsmodusModuswahl; für reinen Präsenzabgleich ist der Modus „Statusabgleich“ zu verwenden.Pflicht
Microsoft-AnmeldungBenutzeranmeldung oder App-Anmeldung (Azure App). Legt fest, wie Presence Sync auf Microsoft-Graph zugreift.Pflicht
Cloud-RegionMicrosoft-Cloud (Tenant-Umgebung), gegen die authentifiziert wird.Pflicht
Teams-Status → DND-RegelnFestlegung, welche Microsoft-Status den STARFACE-DND aktivieren/deaktivieren/unverändert lassen.Pflicht
Zielmenge (Benutzer/Gruppe)Welche STARFACE-Benutzer vom Abgleich betroffen sind (z. B. Zielgruppe in der STARFACE).Pflicht
Statusabgleich aktivSchaltet die Synchronisation ein/aus.Pflicht
Log-LevelAusgabeumfang des Modullogs (Trace nur für kurzfristige Analysen).Optional
Erweiterte AktionenOptional: Rücksynchronisation STARFACE → Teams, zeitliche Aktivitätsfenster, Gruppen-/Endgeräte-An-/Abmeldung, Webhooks.Optional

Betriebsmodus

Wählen Sie den Betriebsmodus so, dass der Statusabgleich aktiv ist. Andere Modi (falls vorhanden) sind für den reinen Präsenzabgleich nicht erforderlich.

Lizenz

Tragen Sie im Lizenz-Reiter den Modullizenzschlüssel ein und speichern Sie ihn. Hinweis: In Abhängigkeit vom gewählten Betriebsmodus kann der Lizenzschlüssel variieren.

Microsoft-Anmeldung

Starten Sie die Authentifizierung über den Anmelden-Button und achten Sie auf die korrekte Cloud-Region. Der anmeldende Microsoft-Benutzer muss den angeforderten Berechtigungen zustimmen.

Option: App-Anmeldung (Azure App)

Bei der App-Anmeldung authentifiziert sich Presence Sync über eine im Azure/Entra-Portal registrierte App (Client-ID + Secret/Zertifikat). Dieses Verfahren ist für kontinuierliche Synchronisation typischerweise stabiler als eine reine Benutzeranmeldung (Token-Lebensdauer).

Einrichtung (Kurzfassung):

  1. Azure Portal → App-RegistrierungenNeue Registrierung
  2. API-Berechtigungen → Microsoft GraphAnwendungsberechtigungen Erforderlich sind (mindestens) Berechtigungen für Präsenz- und Benutzerabfragen (z. B. Presence.ReadWrite.All, User.Read.All).
  3. Administratorenzustimmung erteilen.
  4. Zertifikate & GeheimnisseClient Secret erstellen und Wert sichern.
  5. ÜbersichtAnwendungs-ID und Verzeichnis-ID auslesen und im Modul hinterlegen.
Sicherheit

Behandeln Sie Client-Secrets wie Passwörter. Hinterlegen Sie Secrets ausschließlich im Modul und dokumentieren Sie Rotations-/Ablaufprozesse organisatorisch.

Teams-Status → DND-Regeln

Teams unterscheidet zwischen Präsenzstatus (z. B. „Beschäftigt“) und Aktivitäten (z. B. „In einer Besprechung“). Konfigurieren Sie, welche Status den STARFACE-DND aktivieren oder deaktivieren sollen.

Zielmenge (Benutzer/Gruppe)

Wählen Sie die Zielmenge für den Abgleich (z. B. eine STARFACE-Gruppe). Der Statusabgleich gilt für alle Benutzer innerhalb der Zielmenge, sofern der Lizenzumfang ausreichend ist.

Statusabgleich aktivieren

Aktivieren Sie den Statusabgleich über den entsprechenden Schalter/Toggler. Prüfen Sie anschließend den Statuswechsel mit einem Testbenutzer.

Betrieb

  • Präsenzstatusänderungen werden in kurzen Intervallen abgefragt und umgesetzt (typisch mit geringer Verzögerung).
  • Für die Ursachenanalyse unerwarteter Statuswechsel bietet das Log-Level Trace eine detaillierte Nachvollziehbarkeit.
Anzeige im UCC-Client

Der UCC-Client zeigt Änderungen des eigenen Chat-Status nicht zwingend unmittelbar am Avatar an. BLF-Tasten werden hingegen aktualisiert – eine BLF des eigenen Benutzers eignet sich daher zur Kontrolle.

Einschränkungen und Besonderheiten

  • Der Einsatz von mehr als einer Modulinstanz kann (je nach Modulstand) eingeschränkt oder nicht unterstützt sein.
  • Der Teams-Status „Als offline anzeigen“ wird in der STARFACE aus technischen Gründen typischerweise als „Abwesend“ abgebildet.
  • Der STARFACE UCC-Client kann den Chat-Status periodisch überschreiben; dies kann zu scheinbar „zurückgesetzten“ Chat-Status führen.

Test und Fehleranalyse

  1. E-Mail-Zuordnung: Sind primäre E-Mail-Adressen in Microsoft und STARFACE identisch?
  2. Zielmenge/Lizenz: Deckt die Lizenz die gewählte Zielmenge ab?
  3. Anmeldung: Ist die Microsoft-Anmeldung gültig (Token/Secret nicht abgelaufen)?
  4. Regeln: Sind die DND-Regeln für die gewünschten Status korrekt konfiguriert?
  5. Logauswertung: Temporär Log-Level Trace aktivieren, Ursache ermitteln, anschließend wieder reduzieren.