Konfiguration
TeamStar Connect bündelt die gesamte Konfiguration auf dem Tab der Modul-Oberfläche. Sie sehen dort auf einen Blick, ob STARFACE und Microsoft 365 die nötigen Voraussetzungen erfüllen, und stellen mit einem Klick auf die Verbindung her.
Die Konfigurationsoberfläche besteht aus drei Bereichen:
- einem Bereich für die STARFACE (linke Seite)
- einer großen, mittig platzierten -Schaltfläche
- einem Bereich für Microsoft Phone System (rechte Seite)
Zwischen den beiden Bereichen zeigt eine animierte Linie den Datenfluss zwischen STARFACE und Microsoft Teams, sobald die Verbindung aktiv ist.
Solange TeamStar Connect die STARFACE mit Microsoft Phone System verbunden hat, sind alle Einstellungen schreibgeschützt. Im oberen Bereich der Konfiguration erscheint dann der Hinweis „Um Änderungen vorzunehmen, müssen Sie die Verbindung zunächst deaktivieren." Klicken Sie hierzu zuerst auf , um die Werte wieder bearbeiten zu können.
Fortschrittsanzeige
Über den STARFACE-/Microsoft-Bereichen zeigt eine dreistufige Fortschrittleiste an, wie weit Ihre Konfiguration fortgeschritten ist. Ein Schritt wird erst dann grün, wenn alle Prüfungen des jeweiligen Schritts erfolgreich abgeschlossen sind:
| Schritt | Bedingung |
|---|---|
| 1 STARFACE | Alle Prüfungen auf des STARFACE-Bereich (Plattform, Netzwerk, Zertifikat, Benutzerauswahl) sind grün. |
| 2 Teams | Microsoft Phone System wurde erfolgreich geprüft und konfiguriert (Hostname, Direct Routing/SBC, Benutzer-Bereitstellung). |
| 3 Connect | Die Modul-Verbindung ist eingeschaltet (Schaltfläche wurde betätigt). |
Unterhalb von Schritt 2 und in der rechten oberen Ecke des Microsoft Phone System Bereichs erscheint eine kleine Kachel
STARFACE-Bereich
Der STARFACE-Bereich fasst alle Voraussetzungen zusammen, die TeamStar Connect aus der STARFACE-Installation ermittelt und prüft. Werte mit einem editierbaren Stift-Symbol können Sie per Klick anpassen.
Plattform
In der ersten Zeile erkennt TeamStar Connect automatisch, ob Ihre STARFACE eine Appliance, eine VM oder eine STARFACE Cloud ist. Bei einer Cloud-Installation wird zusätzlich geprüft, ob das Interface über eine öffentliche IP-Adresse verfügt.
Microsoft Direct Routing benötigt eine direkte, von außen erreichbare IP. Ohne dedizierte öffentliche IP-Adresse kann eine STARFACE-Cloud-Instanz nicht mit Microsoft kommunizieren.
Netzwerk
Im Abschnitt Netzwerk prüft TeamStar Connect die für Microsoft Direct Routing relevanten Hostnamen- und IP-Eigenschaften:
-
FQDN
Der voll qualifizierte Hostname, unter dem die STARFACE aus dem Internet erreichbar ist. Standardmäßig wird der in der STARFACE eingetragene Hostname verwendet. Über das Stift-Symbol öffnet sich der Dialog „Hostname für die Verbindung mit Microsoft", in dem Sie einen abweichenden Hostnamen angeben können. Der Name muß innerhalb einer in Ihrem Microsoft-Tenant verifizierten Domäne liegen und das Zertifikat muß auf diesen Namen ausgestellt sein. -
ist DNS auflösbar:
Zeigt die per DNS aufgelöste IP-Adresse (A- oder CNAME-Eintrag) zum FQDN an. Wird hier---angezeigt, lässt sich der Hostname von TeamStar Connect aus nicht auflösen. -
Erkannte externe IP:
Die öffentlich von TeamStar Connect ermittelte IP-Adresse Ihrer STARFACE-Installation. Diese muß identisch zur DNS-Auflösung des FQDN sein, damit Microsoft die STARFACE eindeutig erreichen kann. -
entspricht der DNS-Auflösung
Schnellprüfung, ob die per DNS aufgelöste IP-Adresse exakt mit der erkannten externen IP übereinstimmt. -
Interface IP:
Die auf dem Netzwerk-Interface der STARFACE konfigurierte IP-Adresse (häufig eine private IP hinter NAT).
Zertifikat
Microsoft Direct Routing erfordert ein vertrauenswürdiges TLS-Zertifikat, das auf den oben konfigurierten FQDN ausgestellt ist. Die aktuell verwendete Zertifikatsquelle steht direkt unter der Überschrift; per Stift-Symbol öffnet sich der Dialog „Zertifikateverwaltung".
Im Dialog können Sie zwischen drei Typen wählen:
-
STARFACE Webserver Zertifikat
TeamStar Connect verwendet das Zertifikat, das die STARFACE bereits für ihren eigenen Webserver einsetzt. Empfohlen, wenn Sie ein gültiges, kommerzielles Zertifikat (z.B. Wildcard- oder Hostzertifikat) in der STARFACE hinterlegt haben. -
Let's Encrypt Zertifikat (empfohlen)
TeamStar Connect beantragt vollautomatisch ein kostenloses Let's Encrypt-Zertifikat für den FQDN. Im Dialog werden FQDN, E-Mail-Adresse des ersten STARFACE-Administrators und der ACME-Server (acme://letsencrypt.org) angezeigt. Mit stoßen Sie eine erneute Zertifikatsanforderung manuell an; im steht zusätzlich zur Verfügung, um das Zertifikat sowie die ACME-Zugangsdaten zu löschen.
Voraussetzung: Eingehender Datenverkehr auf Port 80/TCP für die ACME-Challenge. -
Eigenes Zertifikat
Sie laden ein bestehendes Zertifikat als PEM-Block hoch. Erforderlich sind: Zertifikat (PEM), Private Key (PEM) und Zertifikatskette (PEM). Die Schaltfläche entfernt das hochgeladene Zertifikat aus dem Modul.
Unterhalb des Combo-Boxes zeigt TeamStar Connect die wichtigsten Eigenschaften des aktiven Zertifikats an:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
CN | Common Name – muß dem FQDN entsprechen (oder als SAN enthalten sein). |
CA | Ausstellende Zertifizierungsstelle. |
Gültig bis | Ablaufdatum. TeamStar Connect markiert das Zertifikat 21 Tage vor Ablauf als gelb (Warnung), nach Ablauf als rot (Fehler). |
STARFACE Benutzer
Hier wählen Sie die STARFACE-Benutzer aus, die Microsoft Teams als Nebenstelle nutzen sollen. Klicken Sie auf das Stift-Symbol , um den Dialog „Benutzerauswahl" zu öffnen.
Der Dialog zeigt zwei Spalten:
- Links die Auswahl aller STARFACE-Benutzer zum Hinzufügen.
- Rechts die bereits ausgewählten Benutzer.
Am unteren Rand des Dialogs blendet TeamStar Connect eine Lizenzanzeige ein, die die Anzahl belegter Lizenzen sowie das Lizenzlimit zeigt. Wird das Limit überschritten, ist die Schaltfläche deaktiviert und der Hinweis wechselt auf rot.
Ein Benutzer ist erst dann grün, wenn er
- ausgewählt wurde und
- in der STARFACE eine externe Rufnummer zugewiesen bekommen hat.
Ohne externe Rufnummer kann Microsoft den Benutzer nicht zur Telefonie konfigurieren.
Connect / Disconnect
Zwischen den beiden Bereichen befindet sich die zentrale Schaltfläche zum Aktivieren der Verbindung:
- wird erst aktiviert, wenn die ersten beiden Schritte der Fortschrittsanzeige grün bzw. abgeschlossen sind.
- Solange die Verbindung läuft, lautet die Beschriftung . Ein erneuter Klick trennt die Verbindung wieder.
Nach einer Konfigurationsänderung (z.B. neue Benutzer oder ein neuer SBC) kann es bis zu einer Stunde dauern, bis Microsoft die Änderungen in der Teams-Cloud wirksam macht. In Einzelfällen (Domain- oder Lizenz-Provisioning) sind bis zu 24 Stunden möglich.
TeamStar Connect blendet unter der Schaltfläche einen Live-Hinweis mit Lauf-Timer ein („Zeit seit der letzten Anpassung: M:SS"), der nach Ablauf der einstündigen Wirkungsphase automatisch wieder verschwindet.
Microsoft Phone System-Bereich
Der rechte Bereich fasst alle Werte zusammen, die TeamStar Connect aus dem Microsoft-Tenant auslesen oder dort einstellen muß.
Erstmalige Einrichtung
Solange noch keine erfolgreiche Anmeldung erfolgt ist, zeigt der Bereich lediglich eine Schaltfläche an. Über diese öffnen Sie den Dialog „Microsoft Tenant Konfiguration", der Sie durch den Anmeldeprozess (Device-Code-Flow) führt.
Anmeldung am Tenant
Sobald Setup einmal abgeschlossen ist, sehen Sie auf dem Bereich eine Statusleiste mit der aktuellen Sitzungsinformation:
- Nicht angemeldet: startet eine neue PowerShell-Session.
- Anmeldecode wird angezeigt:
Es erscheint ein Hinweis „Bitte melden Sie sich mit dem Code … unter microsoft.com/devicelogin an…". Klicken Sie auf den Code, um ihn in die Zwischenablage zu kopieren, und folgen Sie dem Link in einem neuen Browser-Tab. - Angemeldet: Eine grüne Statusleiste mit dem Initialen-Avatar Ihres Microsoft-Kontos. Über beenden Sie die Sitzung wieder.
Nach einer Abmeldung oder einem Browser-Reload behält der rechte Bereich die zuletzt gespeicherten Werte bei. Oben rechts im Microsoft-Bereich sowie unterhalb von Schritt 2 erscheint dann die Kachel
SBC Hostname/FQDN
TeamStar Connect prüft nach erfolgreicher Anmeldung sofort, ob der oben konfigurierte FQDN als verifizierte Domäne in Ihrem Microsoft-Tenant enthalten ist.
| Status | Bedeutung |
|---|---|
| Hostname wird geprüft – der PowerShell-Aufruf läuft. | |
| Gültig innerhalb der Tenant-Domäne – der FQDN ist in einer verifizierten Domäne enthalten und einsatzbereit. | |
| Hostname-Prüfung fehlgeschlagen – die Domäne ist nicht im Tenant verifiziert oder der Zugriff fehlgeschlagen. |
Wird der FQDN im STARFACE-Bereich geändert, stößt TeamStar Connect die Prüfung automatisch erneut an.
Direct Routing
Nach erfolgreicher Hostname-Prüfung legt TeamStar Connect den Session Border Controller sowie die zugehörigen Routing-Objekte im Tenant an. Folgende Objekte werden eingerichtet:
- SBC
- PSTN-Usage
- Voice-Route
- Voice-Routing-Policy
Über das Play-Symbol hinter dem Status können Sie die Konfiguration manuell wiederholen. Der Tooltip lautet „Erneut konfigurieren". Im Cached-Modus ist die Aktion deaktiviert.
Microsoft Benutzer
Hier zeigt TeamStar Connect die Statusprüfung pro ausgewähltem Benutzer an. Die Liste ist sortiert nach Schweregrad — fehlerhafte Einträge stehen oben.
| Status | Bedeutung |
|---|---|
| Benutzer ist erfolgreich für Direct Routing konfiguriert. | |
| Keine Phone System Lizenz zugewiesen – dem Microsoft-Konto fehlt eine Teams Phone Standard-Lizenz. | |
| Benutzer nicht im Tenant gefunden – die E-Mail-Adresse des STARFACE-Benutzers existiert nicht in Microsoft 365. | |
| Konfiguration fehlgeschlagen – der PowerShell-Aufruf für diesen Benutzer wurde abgewiesen (Details siehe Aktivitäten-Log). |
Über das Play-Symbol rechts neben „Microsoft-Benutzer wurden konfiguriert" können Sie den Konfigurationslauf für alle ausgewählten Benutzer manuell wiederholen.
Einzelne Fehler in der Benutzerliste blockieren den Gesamt-Status nicht — Schritt 2 bleibt grün, solange SBC und Hostname-Prüfung erfolgreich waren. Die Liste dient dazu, individuell zu erkennen, welche Microsoft-Konten noch Aufmerksamkeit benötigen (z.B. eine fehlende Lizenzzuweisung).
Erweiterte Bereiche (Experten-Modus)
Aktivieren Sie auf dem Tab den , um zusätzliche Diagnose-Bereiche auf dem Einstellungen-Tab einzublenden.
SIP-Statusprüfung
Live-Anzeige der SIP-OPTIONS und Telefonanrufe, die der eingebettete SIP-Handler von TeamStar Connect mit Microsoft Direct Routing austauscht. Der Bereich zeigt zwei parallele Listen und maximal je Einträge (zeitlich absteigend von neu nach alt):
- Microsoft Phone System Statusprüfung: Jede gesendete und empfangene SIP-OPTIONS-Nachricht erscheint als eigener Eintrag, sortiert nach Zeitstempel.
- Telefonanrufe: Einzelne SIP-Calls in Echtzeit (vorgesehen für die kommende Anrufverlauf-Visualisierung).
Solange die Verbindung aktiv ist, aktualisieren sich die Listen kontinuierlich. Bei getrennter Verbindung bleibt der letzte Stand sichtbar, das Polling pausiert.
„Telefonanrufe und Statusprüfungen werden aus Datenschutzgründen nicht gespeichert und stehen ausschließlich für das Live-Debugging zur Verfügung."
Die SIP-Statusprüfung dient ausschließlich der Fehleranalyse im laufenden Betrieb — es werden keine Verbindungsdaten persistiert.
Aktivität
Protokoll wiederkehrender Modul-Aktivitäten, insbesondere
- ACME/Let's Encrypt-Zertifikatserneuerungen,
- Hintergrund-Synchronisationen mit dem Microsoft-Tenant,
- selten anfallende Wartungs-Tasks.
Die Liste wird alle 30 Sekunden aktualisiert und bleibt auch nach einer getrennten Verbindung sichtbar.
Häufige Stolpersteine
-
Schritt 1 bleibt rot, obwohl alle Häkchen grün sind
Prüfen Sie, ob unter STARFACE Benutzer mindestens ein Benutzer mit zugewiesener externer Rufnummer ausgewählt ist. -
Schritt 2 bleibt rot, Hostname ist grün
Die SBC-Anlage in Microsoft Teams konnte nicht angelegt werden (z.B. fehlende Admin-Rechte am Tenant). Über das Play-Symbol bei Direct Routing lässt sich der Schritt manuell wiederholen. -
Hostname-Prüfung schlägt fehl
Der FQDN gehört nicht zu einer im Tenant verifizierten Domäne. Verifizieren Sie die Domäne im Microsoft 365 Admin-Center oder hinterlegen Sie unter FQDN einen Namen aus einer verifizierten Domäne. -
Telefonate kommen erst nach einigen Minuten an
Microsoft propagiert neue SBCs und Benutzer-Konfigurationen typischerweise in 5–30 Minuten. Der Wirkungs-Timer unterhalb von zählt die verstrichene Zeit mit. -
Bereich zeigt Cached-Badge
Es läuft keine aktive PowerShell-Session. Die angezeigten Werte stammen aus dem letzten Login. Klicken Sie auf , um wieder live zu arbeiten.