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Dokumentation

Produktbeschreibung

WebRTC Connect für STARFACE ist ein Erweiterungsmodul zur Vermittlung zwischen externen WebRTC-Clients (Browser-Softphones) und SIP-Konten der STARFACE. Für lizenzierte Benutzer erstellt das Modul automatisch ein WebRTC-fähiges SIP-Konto, weist es dem Benutzer zu und registriert es am STARFACE-Telefoniesystem. Das Modul steuert dazu ein WebRTC↔SIP-Gateway: externe Browser-Clients signalisieren SIP über WSS (WebSocket Secure, mit ICE und DTLS-SRTP), das Gateway vermittelt diese auf die lokale STARFACE-Telefonie (SIP/UDP mit RTP/AVP). Die Medienumsetzung übernimmt eine interne RTPEngine, dessen Lebenszyklus das Modul verwaltet. Anrufe der WebRTC-Konten werden verschlüsselt entgegengenommen und an die STARFACE übergeben; eingehende Anrufe werden an den registrierten Browser-Client zugestellt. Ein Browser wird dadurch zur Nebenstelle einer STARFACE und kann Anrufe, ähnlich wie ein Tischtelefon oder Softphone, durch die STARFACE ins Amt oder an andere STARFACE-Teilnehmer vermitteln. Es werden, außer einer Sprachübertragung, keine Garantien bezüglich irgendwelcher zusätzlicher Dienstmerkmale gemacht.

Zweckbestimmung: Das Produkt ist zur Verwendung durch einen Administrator für eine STARFACE-Umgebung konzipiert, um Anrufe zwischen externen WebRTC-Clients und STARFACE-Endgeräten zu vermitteln. Das Produkt übernimmt die Terminierung der verschlüsselten WebRTC-Signalisierung (SIP über WSS) und die Anbindung der Medienumsetzung (DTLS-SRTP zu RTP/AVP), legt die benötigten SIP-Konten an, behandelt die technischen Abläufe von SIP-Dialogen und Registrierungen und steuert die dafür erforderlichen Systemdienste (Gateway, Media-Relay, Firewall-Regeln) auf der STARFACE.

Produkt-, Hersteller- und Sicherheitsinformationen, Kompatibilitätsangaben sowie Konformitätserklärungen finden Sie in den Release Notes der jeweiligen Modulversion.

So funktioniert WebRTC Connect

WebRTC Connect macht aus einem Browser eine STARFACE-Nebenstelle. WebRTC Connect stellt ein WebRTC↔SIP-Gateway bereit, das direkt auf der STARFACE läuft:

  • Der Browser spricht SIP über WSS (WebSocket Secure) mit ICE und DTLS-SRTP – verschlüsselte Signalisierung und Sprache.
  • Das Gateway nimmt diese Verbindung an und vermittelt sie auf die lokale STARFACE-Telefonie (SIP/UDP mit RTP/AVP).
  • Die Medienumsetzung zwischen DTLS-SRTP und RTP/AVP übernimmt eine RTPEngine, die das Modul bei Bedarf startet und stoppt.

Sie wählen im Modul nur die Benutzer aus. WebRTC Connect legt pro Benutzer ein eigenes SIP-Konto an, registriert es an der STARFACE und hält den Betrieb über einen Watchdog stabil. Gateway, Media-Dienst und Firewall-Regeln verwaltet das Modul selbst – es ist kein zusätzlicher Server und kein externer Cloud-Dienst nötig.

Technische Eigenschaften

Voraussetzungen

STARFACE

  • Eine mit der Modulversion kompatible STARFACE-Version.
    • Ja Appliance
    • Ja Cloud (mit dedizierter öffentlicher IP-Adresse)
    • Ja VM
  • Eine STARFACE PBX User oder STARFACE PBX User Light Lizenz pro WebRTC Connect-Benutzer.
  • Ein vertrauenswürdiges TLS-Zertifikat für den verschlüsselten Browser-Zugang (WSS):
    • Der FQDN der STARFACE muß im Common Name (CN) oder im Subject Alternate Name (SAN) des Zertifikats stehen.
    • Es muß von einer öffentlichen, im Browser anerkannten Zertifizierungsstelle (CA) signiert sein.
      WebRTC Connect verwendet das bereits in der STARFACE hinterlegte Webserver-Zertifikat für den WSS-Listener.
    Keine selbstsignierten Zertifikate

    Browser akzeptieren für wss://-Verbindungen keine selbstsignierten Zertifikate. Ohne ein gültiges, öffentlich vertrauenswürdiges Zertifikat kommt keine Browser-Verbindung zustande.

Netzwerk

  • Statische öffentliche IP-Adresse
    Die STARFACE-Installation muß aus dem Internet unter einer festen, öffentlichen IP-Adresse erreichbar sein.
  • DNS-Hostname / FQDN (z.B. pbx.meinefirma.de)
    Für die STARFACE-Installation muß ein Hostname per DNS (A- oder CNAME-Record) auflösbar sein. Auf diesen Namen muß das TLS-Zertifikat ausgestellt sein.
  • Eingehender Datenverkehr (Internet ⮕ STARFACE):
    Die STARFACE muß eingehend für die Browser-Clients erreichbar sein:
    • zwingend
      WSS 8443/TCP – verschlüsselte SIP-Signalisierung der Browser-Clients
    • zwingend
      Media 30000–40000/UDP – verschlüsselte Gesprächsdaten (DTLS-SRTP)
    • optional
      HTTP (80/TCP) – nur falls künftig eine automatische Zertifikatsausstellung (ACME) genutzt wird
    Firewall und NAT

    Die lokalen Firewall-Regeln für die genannten Ports setzt WebRTC Connect automatisch. Liegt die STARFACE hinter einem Router (NAT), müssen die Ports zusätzlich in der Kundeninfrastruktur auf die STARFACE weitergeleitet werden.

Systemumgebung

  • Moderner Webbrowser mit WebRTC-Unterstützung: Chrome, Edge, Firefox oder Safari 16.4 (oder neuer) – unter Windows, macOS und Linux.
  • Für die Nutzung als mobiles PWA-Softphone mit Push-Weckung (zusammen mit AíPowerDesk): eine installierte PWA sowie unter Apple iOS 16.4 (oder neuer).

Einschränkungen

  • WebRTC Connect unterstützt genau eine (1) anlagenweite Modulkonfiguration.
  • STARFACE Cloud-Installationen ohne dedizierte öffentliche IP-Adresse können extern nicht erreicht werden – externe Browser-Clients erhalten dann keinen durchgehenden Medienpfad.
  • Selbstsignierte Zertifikate werden von Browsern für wss:// nicht akzeptiert.
  • Die folgenden Punkte sind dokumentiert, aber noch nicht umgesetzt: automatische Zertifikatsausstellung per Let's Encrypt (ACME), Import eines eigenen Zertifikats sowie ein eigener Brute-Force-Schutz (IDS) für den WSS-Zugang.

Weiterführende Dokumentation